Definition
Ein Symbol in einer formalen Sprache, das für ein nicht spezifiziertes Element der Domäne steht und innerhalb von Formeln frei oder gebunden auftreten kann.

Prinzip

Prinzip
Variablen fungieren als Platzhalter, die durch Domänenelemente instanziiert oder durch Quantoren gebunden werden können; ihre Identität und Bindungsstruktur bestimmen Reichweite und Substitutionsverhalten.

Demonstration

Demonstration
In der Prädikatenlogik erster Stufe ist x in ∀x (P(x) → Q(x)) gebunden, da der Quantor ∀x jede Vorkommen bindet; in P(x) ∧ R(y) sind x und y frei, sofern keine Quantoren vorhanden sind.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Eine gebundene Auftreten als frei behandeln bei Substitutionen, etwa einen Term für x in ∀x P(x) einsetzen, wodurch sich die Bedeutung ändert und Variable Capture auftreten kann.

Konsequenz

Konsequenz
Korrekte Handhabung von Variablen bewahrt die logische Form bei Substitution und Quantifizierung, ermöglicht gültige Schlüsse, Umbenennung (α-Konversion) und modelltheoretische Interpretation.

Umkehrung

Umkehrung
Wären Variablen feste Namen statt Platzhalter, würden sie sich wie Konstantensymbole verhalten und könnten nicht quantifiziert werden; diese Umkehrung nimmt die Möglichkeit, Allgemeinheit durch Quantoren auszudrücken.

Abgrenzung

Abgrenzung
Schließt nicht-symbolische Metavariablen in informellen Schemata aus und unterscheidet zwischen Objektsprachenvariablen und Metaspracheparametern; umfasst nicht die bindenden Operatoren selbst (Quantoren, λ).

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen »Variable als Platzhalter« und »Variable als zu lösendes Unbekanntes« — in formaler Syntax hängt die Rolle von der Bindung ab, in angewandten Kontexten steht die Variable oft für einen unbekannten Wert.

Synthese

Synthese
Eine Variable ist ein syntaktisches Symbol, dessen Rolle — frei oder gebunden — und korrekte Behandlung unter Substitution und Quantifizierung es formalen Sprachen ermöglichen, nicht spezifizierte Domänenelemente und allgemeine Aussagen darzustellen.