Definition
Die Darstellung eines Ideals (oder Untermoduls) in einem noetherschen Ring als endlichen Schnitt primärer Ideale (oder primärer Untermodule), wobei jedes einen Radical hat, der ein Primideal ist; assoziierte Primideale erscheinen als Radikale der primären Komponenten.
Prinzip
Prinzip
Ein Ideal in Komponenten zerlegen, deren Radikale Primideale sind: Q ist p-primär, wenn rad(Q)=p und jeder Nullteiler im Quotienten nilpotent ist. Eine Primärzerlegung drückt das Ideal als Schnitt solcher Q_i aus und erfasst die lokale Struktur an den Primidealen.
Demonstration
Demonstration
In den ganzen Zahlen Z gilt (12) = (4) ∩ (3): (4) ist 2-primär (Radikal (2)) und (3) ist 3-primär (Radikal (3)). Dieser Schnitt reflektiert die Faktorisierung 12 = 2^2·3 und isoliert das primäre Verhalten bei den Primzahlen 2 und 3.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Annahme, primäre Komponenten seien in voller Allgemeinheit eindeutig; zwar sind minimale primäre Komponenten und ihre assoziierten Primideale bis auf Inklusion eindeutig, doch eingebettete Komponenten erschweren die Eindeutigkeitsaussagen. Auch die Verwechslung von primär mit prim ist verbreitet.
Konsequenz
Konsequenz
Primärzerlegung offenbart die prime-assoziierten lokalen Stücke eines Ideals, wichtig zur Berechnung von Radikalen, Vielfachheiten, lokalen Eigenschaften und für algorithmische Zerlegungen in der Rechenalgebra unter Noetherschen Voraussetzungen.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umkehrung besteht darin, Radikale der Komponenten zu nehmen, um eine Primzerlegung zu erhalten: Durch Übergang von der Primärzerlegung zur Radikalenzerlegung geht nilpotente und Vielfachheitsinformation verloren.
Abgrenzung
Abgrenzung
Existenz und Endlichkeit von Primärzerlegungen sind in noetherschen Ringen gesichert; in nicht-noetherschen Kontexten können Zerlegungen fehlen oder unendlich sein. Eingebettete Komponenten erschweren Eindeutigkeitsaussagen und erfordern Vorsicht.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Nahe verwandt, aber unterschiedlich zur Primzerlegung: die Primzerlegung (Schnitt von Primidealen) ignoriert nilpotente Struktur, die von primären Komponenten erfasst wird. Primärzerlegung vermittelt zwischen Erzeugerbeschreibung und radikalbasierter Priminformation.
Synthese
Synthese
Primärzerlegung teilt ein Ideal in endliche primäre Bestandteile, deren Radikale Primideale sind, und trennt dadurch nilpotentes und lokal-primes Verhalten; in noetherschen Ringen ordnet sie ein Ideal nach assoziierten Primidealen und primären Stücken, die Vielfachheiten und lokale Struktur kodieren.