Definition
Ein Fehlermodus, der auftritt, wenn zwei logische Module, Theorien oder Komponenten inkompatible Annahmen, Signaturen oder Verträge an ihrer Schnittstelle offenlegen, sodass sie ohne Anpassung nicht direkt komponiert werden können.
Prinzip
Prinzip
Komposition erfordert eine kompatible Schnittstelle: übereinstimmende Signaturen, gemeinsame Annahmen über den Bereich und eine geteilte Semantik. Jede Abweichung an der Grenze verhindert eine nahtlose Komposition, sofern sie nicht beseitigt wird.
Demonstration
Demonstration
Modul A exportiert eine total definierte Funktion von Ganzzahlen zu Ganzzahlen und verlangt Normalisierung der Eingabe; Modul B liefert eine partielle Ganzzahlenfunktion, die für manche Eingaben Fehlerkennzeichen zurückgibt. Trotz gleicher Namen und Arität verhindert die unterschiedliche Totalität und Fehlersemantik die Komposition.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Versuch, Module nur durch Angleichung von Symbolnamen oder Aritäten zu integrieren, während Vorbedingungen, implizite Invarianten oder semantische Erwartungen ignoriert werden — z. B. zwei Dienste verbinden, die Identifikatoren unterschiedlich normalisieren.
Konsequenz
Konsequenz
Die korrekte Identifikation einer Schnittstelleninkompatibilität führt zu expliziten Adaptern, Schnittstellenverträgen oder Neugestaltung der Grenzen; das Unterlassen führt zu subtilen Fehlern, logischer Inkonsistenz oder mangelnder Wiederverwendbarkeit von Komponenten.
Umkehrung
Umkehrung
Schnittstellenabstimmung — Schnittstellen so entwerfen oder anpassen, dass Annahmen, Signaturen und Semantik übereinstimmen und Komponenten direkt komponiert werden können.
Abgrenzung
Abgrenzung
Betrifft die exponierte Grenze zwischen Modulen: Signaturen, Prä-/Postbedingungen und implizite semantische Annahmen. Behandelt nicht primär interne Modellkonflikte (semantische Inkompatibilität) oder niedrigstufige Protokollabweichungen außerhalb der logischen Schnittstelle.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen lokal-interface-spezifischen Korrekturen (Adapter, Wrapper) und globaler semantischer Vereinheitlichung (Änderung der Kernmodelle); tritt in Konkurrenz zur semantischen Inkompatibilität, wenn Diskrepanzen tiefere Modellkonflikte widerspiegeln statt oberflächlicher Signaturunterschiede.
Synthese
Synthese
Schnittstelleninkompatibilität ist die praktische Unvereinbarkeit an Modulgrenzen, bei der syntaktische Angleichung ohne semantische Übereinstimmung scheitert; ihre Lösung erfordert die Explizitmachung impliziter Annahmen, Hinzufügen von Adaptern oder Verträgen oder Refaktorierung der Komponenten-Grenzen.