Definition
Eine Spezifikation, die übermäßige oder unnötige Nebenbedingungen oder Details auferlegt, sodass legitime Modelle, Implementierungen oder Interpretationen des beabsichtigten Konzepts ausgeschlossen werden.
Prinzip
Prinzip
Eine Spezifikation sollte gerade so viele Bedingungen enthalten, dass das beabsichtigte Verhalten oder die Struktur bestimmt ist; zusätzliche Bedingungen, die über die Intention hinausgehen, gefährden die Zulässigkeit gültiger Realisierungen.
Demonstration
Demonstration
Eine algebraische Struktur durch Aufzählen konkreter Elemente und Relationen zu definieren statt durch Axiome (z. B. eine Implementierung als geordnetes Paar zu verlangen, obwohl nur die Gruppenaxiome gemeint sind) kann gültige abstrakte Modelle ausschließen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Überspezifikation zu verwenden, um Eindeutigkeit oder Implementierungsentscheidungen zu erzwingen (z. B. eine interne Repräsentation zwischen Modulen festzulegen), wodurch die Spezifikation inkonsistent oder in anderen Kontexten unbrauchbar wird.
Konsequenz
Konsequenz
Wird sie erkannt und korrigiert, wird die Überspezifikation gelockert, um legitime Modelle wieder zuzulassen; bleibt sie bestehen, führt sie zu unerfüllbaren Spezifikationen oder brüchigen Systemen, die nicht interagieren können.
Umkehrung
Umkehrung
Unterspezifikation — zu wenige Bedingungen angeben, das beabsichtigte Konzept unbestimmt lassen und viele unerwünschte Modelle zulassen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Bezieht sich auf hinzugefügte Bedingungen, die semantisch nicht durch das beabsichtigte Konzept gefordert sind; schließt nicht notwendige Implementierungsanforderungen (z. B. Leistungsgrenzen) ein, die bewusst vorschreibend sind, noch rein syntaktische Stilfragen, die keine gültigen Modelle ausschließen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen Präzision (genug spezifizieren, um nützlich zu sein) und Allgemeinheit (Vermeidung von Einschränkungen, die gültige Realisierungen ausschließen); steht oft im Wettbewerb mit Anforderungen an Determinismus oder Reproduzierbarkeit.
Synthese
Synthese
Überspezifikation ist ein Fehlermodus in formalen Definitionen und Schnittstellen, bei dem zusätzliche, nicht intendierte Bedingungen gültige Modelle einschränken oder eliminieren; die Lösung besteht darin, zwischen intentionstragenden und zufälligen Implementierungsbedingungen zu unterscheiden und letztere abzuschwächen oder zu abstrahieren.