Definition
Eine formale Methode, die syntaktische Formeln mit expliziten Labels (z. B. Welten, Zustände, Ressourcen oder Beweisannotationen) versieht, welche semantische Information tragen und die Anwendung syntaktischer Inferenzregeln steuern.

Prinzip

Prinzip
Minimale semantische Annotationen als Labels an syntaktische Objekte anfügen, sodass Regelanwendung und Beweiskomposition lokale, syntaxgesteuerte Operationen werden, die durch Label-Manipulationsregeln organisiert sind.

Demonstration

Demonstration
In der Modallogik wird jede Formel mit einer Welten-Label w versehen und Regeln vertauschen oder verknüpfen Labels (wRv), um Zugänglichkeit zu simulieren; ein Sequenz wie w:A, wRv ⊢ v:B macht die Semantik von □ und ◇ in den Beweisschritten explizit.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Labels lediglich als kosmetische Markierungen zu behandeln und Label-Bedingungen nicht durchzusetzen führt zu unsauberen Beweisen, in denen semantische Relationen (zum Beispiel Zugänglichkeit oder Ressourcenverbrauch) ignoriert werden.

Konsequenz

Konsequenz
Richtig eingesetzt ergibt labelled deduction Beweissysteme, die näher an semantischen Modellen sind, lokalisierte Regelanwendung erlauben, modulare Erweiterungen für neue Modalitäten oder Ressourcen ermöglichen und häufig Cut-Elimination oder Gegenmodell-Extraktion vereinfachen.

Umkehrung

Umkehrung
Die Umkehrung ist reine syntaktische Deduktion ohne Labels, bei der Regeln semantische Bedingungen global implizit nachverfolgen müssen; das kann Systeme weniger modular machen und die Nichtdeterministik in der Beweissuche erhöhen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für Logiken, deren semantische Struktur sich als endliche Label-Algebra oder relationale Nebenbedingungen kodieren lässt; ausgeschlossen sind Ansätze, die statt symbolischer Label-Manipulation eine vollständige semantische Auswertung bei jedem Schritt erfordern.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Eine Spannung besteht zwischen labelintensiven Systemen, die semantische Details in Beweisen offenlegen, und solchen, die Labels minimal halten, um syntaktische Eleganz zu wahren; mehr Labels erhöhen die semantische Treue, aber auch die Komplexität.

Synthese

Synthese
Beschriftete Deduktion bettet semantische Buchführung in die Syntax durch Labels ein und tauscht globale semantische Abfragen gegen lokale, regelgetriebene Label-Transformationen, die das Schließen über Modalitäten, Ressourcen oder Zustände explizit und modular machen.