Definition
Ein strukturaler Beweiskalkül, der durch Display-Axiome gekennzeichnet ist, welche es erlauben, jede Teilstruktur eines Sequents auf eine Seite des Turnstils zu 'displayen' (isolieren), so dass die jeweilige Hauptregel angewandt werden kann; Display-Logik bietet einen einheitlichen Mechanismus zur Handhabung vielfältiger Konnektive und struktureller Manipulationen.

Prinzip

Prinzip
Verwende strukturelle Konnektive und Display-Axiome, um Sequents so umzuordnen, dass eine gewählte Teilstruktur in Fokusposition gebracht werden kann; ist sie einmal displayed, wirken logische Regeln lokal auf diese Teilstruktur, und Metatheoreme wie Cut-Elimination folgen aus der einheitlichen Strukturverwaltung.

Demonstration

Demonstration
Um eine Implikationsregel auf eine tief eingebettete Teilformel in einem komplexen Antezedens anzuwenden, schreiben Display-Axiome die umgebende Struktur so um, dass die Teilformel allein links vom Turnstil erscheint; die Implikationsregel wird dann direkt angewandt und der Sequent bei Bedarf wieder zurückgeordnet, womit das Vorgehen für verschiedene Konnektive systematisch wird.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Zu glauben, Display-Logik vereinfache automatisch jeden Beweis oder die Kosten wiederholter struktureller Umordnungen zu ignorieren, kann irreführend sein: naiver Einsatz kann Komplexität verbergen, und Display-Axiome ohne Sicherstellung der Zulässigkeit struktureller Regeln für die Ziellogik anzuwenden, kann inkorrekte oder nicht-konservative Erweiterungen erzeugen.

Konsequenz

Konsequenz
Display-Logik liefert eine einheitliche, modulare Darstellung vieler Konnektive und Strukturregeln, erleichtert häufig metatheoretische Beweise (Cut-Elimination, Konservativität) und erlaubt den Transfer struktureller Erkenntnisse zwischen Logiken mit displaybarer Struktur.

Umkehrung

Umkehrung
Die Umkehrung ist das Arbeiten ohne Displaybarkeit, also sequentielle Kalküle, in denen Teilstrukturen nicht immer durch allgemeine Axiome isolierbar sind; solche Kalküle können in bestimmten Fällen einfacher zu implementieren sein, verlieren jedoch den einheitlichen Mechanismus zur Handhabung beliebiger struktureller Kontexte.

Abgrenzung

Abgrenzung
Display-Logik ist anwendbar, wenn strukturelle Konnektive und Axiome definiert werden können, um Teilstrukturen zu verschieben; sie ist weniger nützlich für Logiken, deren strukturelles Verhalten sich gegen Display-Axiome sperrt, oder wenn der Aufwand der strukturellen Manipulation den Nutzen an Uniformität übersteigt.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen Display-Logik und anderen strukturellen Kalkülen (Sequent, Hypersequent, gelabelte Systeme): Display-Logik betont eine universelle strukturelle Algebra und Axiome zur Isolierung von Teilstrukturen, während Alternativen Generalität gegen einfachere Syntax oder direktere semantische Repräsentationen abwägen.

Synthese

Synthese
Display-Logik bietet eine strukturelle Algebra und Display-Axiome, die jede Teilstruktur für Regelanwendung zugänglich machen: durch systematisches Umordnen von Sequents in Display-Form erreicht man eine einheitliche Behandlung von Konnektiven und Strukturen, die modulare Metatheorie ermöglicht, allerdings mit expliziter struktureller Buchführung.