Definition
Eine Laufzeitstrategie, bei der verschiedene Simulationscodes oder Löser gleichzeitig (ggf. auf unterschiedlichen Prozessen oder Hardware) ausgeführt werden und an vordefinierten Synchronisationspunkten Daten austauschen, gesteuert durch ein Koordinationsprotokoll oder einen Master‑Algorithmus.
Prinzip
Prinzip
Zeitliche und Datenkonsistenz zwischen heterogenen Simulatoren durch Synchronisationspläne, zu übertragende Variablen sowie Interpolations/„Hold“‑Strategien wahren, sodass das parallele Ausführen einen kohärenten gekoppelten Verlauf liefert.
Demonstration
Demonstration
In einer Fahrzeugsimulation laufen ein detailliertes Reifendynamikmodell, ein Motorsteuerungsmodell und ein starrer‑Körper‑Dynamik‑Solver als getrennte Prozesse; bei jedem Synchronisationszeitpunkt tauschen die Komponenten Kräfte, Momente und Zustandsabschätzungen aus, um die integrierte Simulation fortzuschreiben.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Co‑Simulation mit zu groben Synchronisationsintervallen oder ohne konsistente Zeitinterpolation zwischen Modellen mit unterschiedlichen Zeitskalen kann zu Aliasing, Drift oder Stabilitätsverlust führen.
Konsequenz
Konsequenz
Ermöglicht Interoperabilität heterogener Werkzeuge, Hardware‑in‑the‑Loop‑Setups und verteilte Ausführung bei Erhalt der Komponenten‑Fidelity; bringt jedoch zusätzliche Herausforderungen bzgl. Synchronisation, Latenz und Reproduzierbarkeit mit sich.
Umkehrung
Umkehrung
Eng integrierte Einprozess‑Simulation, bei der alle Modellgleichungen von einem gemeinsamen Integrator vorangetrieben werden und kein Laufzeit‑Datenaustausch zwischen unabhängigen ausführbaren Programmen stattfindet.
Abgrenzung
Abgrenzung
Bezieht sich speziell auf gleichzeitige Ausführung zur Laufzeit und Datenaustausch; schließt Offline‑Datenübertragung, rein sequentielle Koausführung ohne Synchronisation oder rein analytische Kopplung aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Co‑Simulation überschneidet sich mit partitionierter Kopplung, legt jedoch Gewicht auf Laufzeitkonkurrenz, Implementierungsheterogenität und Orchestrierungsprotokolle; nahe Bedeutungen können sie mit beliebiger modularer Kopplung unabhängig vom Ausführungszeitpunkt verwechseln.
Synthese
Synthese
Co‑Simulation ist die koordinierte, gleichzeitige Ausführung heterogener Simulatoren mit gesteuertem Datenaustausch und Synchronisation und tauscht erhöhte Laufzeitkoordinationskomplexität gegen Tool‑Interoperabilität und Komponententreue.