Definition
Eine Randvorschrift, die dazu dient, auslaufende Wellen oder Störungen an einer abgeschnittenen rechnerischen oder physikalischen Grenze zu dämpfen oder zu entfernen, sodass Rückreflexionen in den Inneren Bereich minimiert werden.
Prinzip
Prinzip
Das ausgehende charakteristische Spektrum in der Nähe der Grenze durch Impedanzanpassung, selektive Dämpfungsschichten (Sponge) oder maßgeschneiderte Gleichungen so abzubilden oder zu dämpfen, dass Energie das Gebiet verlässt statt von der künstlichen Begrenzung reflektiert zu werden.
Demonstration
Demonstration
Eine FDTD-Simulation der akustischen Wellengleichung verwendet eine abgestufte Sponge-Schicht am äußeren Gitter zur schrittweisen Dämpfung ausgehender Druckwellen, wodurch die bei der Trunkierung reflektierte Amplitude deutlich reduziert wird.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Verwendung einer zu kurzen oder falsch abgestimmten absorbierenden Schicht (zu dünn, falsches Dämpfungsprofil, inkompatibel mit Wellengeschwindigkeiten) führt zu Teilreflexionen, Modenumwandlungen oder numerischer Instabilität, die die Innenlösung verfälschen.
Konsequenz
Konsequenz
Verringert störende Reflexionen an künstlichen Rändern, so dass ein abgeschnittenes Gebiet wie ein offener Bereich wirkt; bei guter Auslegung stimmen die inneren Wellenfelder über den betrachteten Zeitraum mit denen des unbeschränkten Problems überein.
Umkehrung
Umkehrung
Absorbierendes Verhalten durch reflektierende Bedingungen (perfekte oder spekulare Reflexion) zu ersetzen, konserviert Energie an der Grenze und schickt ausgehende Wellen zurück ins Gebiet, was Interferenz und stehende Wellen verstärken kann.
Abgrenzung
Abgrenzung
Anwendbar bei Problemen, bei denen ausgehende Energie das Rechengebiet verlassen soll; ausgeschlossen sind Fälle, die eine exakte Anpassung an das Außenfeld (transparente Bedingungen) erfordern, oder Gebiete, in denen Absorption physikalisch relevante Reflexionen entfernen würde.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen absorbierenden und transparenten Bedingungen: Absorber sind approximativ, häufig lokal und einfacher zu implementieren (z. B. Sponge, PML-Varianten), während transparente Bedingungen exakte nichtreflektierende Übertragung anstreben und typischerweise nichtlokal und rechenintensiver sind.
Synthese
Synthese
Absorbierende Randbedingungen dämpfen ausgehende Störungen an künstlichen Rändern, um offene Gebiete nachzuahmen; sie opfern exakte Außenanpassung zugunsten praktischer, oft lokaler Dämpfung, die Reflexionen bei richtiger Abstimmung reduziert.