Definition
Sammlung von Resultaten über positive oder nichtnegative Matrizen und Operatoren: Unter Positivitäts-/Irreduzibilitätsannahmen existiert ein eindeutiger dominanter reeller Eigenwert (die Perron-Wurzel) mit einem zugehörigen strikt positiven Eigenvektor und verwandten spektralen Eigenschaften.

Prinzip

Prinzip
Positivität und Irreduzibilität erzwingen spektrale Dominanz: Eine irreduzible nichtnegative Matrix (oder eine positive Matrix) hat einen einfachen Eigenwert gleich ihrem Spektralradius und einen Eigenvektor mit strikt positiven Komponenten; Potenzen und Resolventverhalten spiegeln diese Dominanz wider.

Demonstration

Demonstration
Für eine endliche irreduzible nichtnegative Übergangsmatrix ist der Eigenwert 1 der Spektralradius und entspricht einem eindeutigen (bis auf Skalierung) strikt positiven stationären Vektor, was Existenz und Eindeutigkeit einer stationären Verteilung in vielen Markov- oder Wachstumsmodellen erklärt.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die Perron–Frobenius-Schlüsse auf Matrizen mit negativen Einträgen, reduzierbare Matrizen oder Operatoren ohne geeigneten Positivitätskegel anzuwenden, ist ungültig; die Erwartung strikter Positivität oder Eindeutigkeit bei fehlender Irreduzibilität führt zu falschen Schlüssen.

Konsequenz

Konsequenz
Garantiert ein prinzipales positives Eigenpaar, das oft langfristige Wachstumsraten oder stationäre Zustände definiert, sichert Monotonieeigenschaften und liefert unter Zusatzbedingungen die Konvergenz normalisierter Potenzen zu Rang-eins-Projektionen.

Umkehrung

Umkehrung
Werden Positivität/Irreduzibilität aufgehoben, kann der dominante Eigenwert mehrfach oder komplex sein, Haupt-Eigenvektoren können Nullen oder Vorzeichen aufweisen, und das Langzeitverhalten kann Oszillationen, mehrere invariante Unterräume oder reduzierbares Verhalten zeigen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für Matrizen oder Operatoren, die einen positiven Kegel erhalten (nichtnegative Matrizen, positive Operatoren) mit Irreduzibilitäts-/Primitivitätsannahmen für Eindeutigkeit und Konvergenz; gilt nicht für allgemeine reelle oder komplexe Matrizen ohne Positivitätsstruktur oder für Operatoren auf Räumen ohne Ordnungsstruktur.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Steht im Gegensatz zum Spektralsatz für symmetrische/Hermitesche Operatoren: Perron–Frobenius liefert positivitätsbasierte Dominanz statt orthogonaler Diagonalisierung. Es entsteht auch Spannung zwischen positivitätsbasierter spektraler Dominanz und Phänomenen in nichtpositiven oder signunbestimmten Systemen.

Synthese

Synthese
Perron–Frobenius übersetzt Positivität und Vernetzung (Irreduzibilität) in einen dominanten einfachen reellen Eigenwert mit strikt positivem Eigenvektor und liefert Existenz-, Eindeutigkeits- und Asymptotikresultate, die stationäre Zustände und langfristiges Wachstum in positiven Systemen begründen.