 ##  [Wiener–Khinchin-Theorem](/de/node/60633) 

 Definition

Ein Satz, der besagt, dass bei einem stationären Prozess im weiten Sinn die Leistungsdichtespektrums (PSD) die Fourier-Transformation seiner Autokorrelationsfunktion ist, sodass zeitliche und spektrale Zweitordnungsstatistiken Fourier-Paare bilden.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die Stationarität der zweitordentlichen Momente bewirkt, dass die Autokorrelation nur vom Versatz abhängt; die Linearität der Fourier-Transformation wandelt Versatzstruktur in spektrale Struktur um und liefert so die Transformationsbeziehung zwischen Autokorrelation und Spektraldichte.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Für einen reellen, mittelwertfreien, im weiten Sinn stationären Gaußprozess X(t) mit Autokorrelation R_X(τ) berechnet man S_X(ω)=∫_{-∞}^{∞}R_X(τ)e^{-iωτ}dτ; für weißen Rauschen mit R_X(τ)=(N0/2)·δ(τ) ergibt sich ein konstantes S_X(ω), was die Transformationsbeziehung veranschaulicht.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Anwendung des Satzes auf nichtstationäre Prozesse oder das ungeprüfte Verwenden von Stichprobenautokorrelationen aus einer einzigen endlichen Realisierung als exakte Ensembleautokorrelationen führt zu fehlerhaften spektralen Aussagen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Ermöglicht die Spektralschätzung aus Autokorrelationsschätzungen und umgekehrt und bildet die Grundlage für Filterentwurf und Systemidentifikation, die zwischen Zeitdomänenkovarianz und Frequenzdomänenleistung wechseln.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Beziehung ist umkehrbar: Die Autokorrelation ist die inverse Fourier-Transformation der Leistungsdichtespektrums, sodass aus dem Spektrum die zweitordentlichen Zeitkorrelationen rekonstruiert werden können.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Setzt stationarität im weiten Sinn voraus und dass R_X integrierbar ist (oder distributionsweise interpretiert werden kann bei verallgemeinerten Prozessen); für zeitdiskrete Fälle gelten analoge Summierbarkeitsbedingungen und Vorsicht gegenüber Aliasing.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Steht im Wettbewerb zu zeitabhängigen Spektraldarstellungen (STFT, Wigner–Ville), die Stationarität aufgeben; diese erfassen nichtstationäre Energieverteilungen, verlieren aber die einfache Autokorrelations–PSD-Dualität.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Der Satz bringt auf den Punkt, dass unter zweitordentlicher Stationarität Autokorrelation und Spektraldichte zwei Seiten derselben Information sind, verbunden durch die Fourier-Transformation und austauschbar für Analyse und Konstruktion.