 ##  [Primideal](/de/node/60196) 

 Definition

Ein echtes Ideal P eines kommutativen Rings R, so dass der Quotientenring R/P ein Integritätsbereich ist; äquivalent: P ist echt und wenn ein Produkt ab in P liegt, dann liegt mindestens a oder b in P (das Komplement R\P ist multiplikativ abgeschlossen).

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Primideale detektieren irreduzibles multiplikatives Verhalten in Ringen: sie verhindern Nullteiler im Quotienten und verallgemeinern das Konzept der Primzahl von Z auf beliebige Ringe.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

In Z ist das Ideal pZ, erzeugt von einer Primzahl p, ein Primideal, weil Z/pZ ein Integritätsbereich ist; im Polynomring k[x,y] ist das Ideal (x) prim, da k[x,y]/(x) ≅ k[y], ein Integritätsbereich.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Ein Ideal nur deshalb als prim zu bezeichnen, weil es von einem irreduziblen Element in einem Nicht-UFD erzeugt wird, ohne zu prüfen, ob der Quotient ein Integritätsbereich ist; das Übersehen der Eigenschaft 'echt'.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Primideale liefern Quotienten, die Integritätsbereiche sind, und sie spielen eine zentrale Rolle in algebraischer Geometrie und Zahlentheorie (sie entsprechen irreduziblen abgeschlossenen Mengen und steuern Primärzerlegungen).

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Ein Ideal, dessen Quotient nilpotente Elemente oder Nullteiler enthält, ist nicht prim; die Umkehrung der Bedingung führt zu primären oder radikalen Idealen statt zu Primidealen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Die Definition setzt Kommutativität voraus für die Standardäquivalenz mit der Nullprodukt-Eigenschaft; in nichtkommutativen Ringen sind feinere Definitionen von Primidealen nötig und Links-/Rechtsunterscheidungen relevant.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Die integer-basierte Intuition einer Primzahl als Atom kann irreführen, wenn man sie auf Ringe überträgt, in denen irreduzible Elemente und von ihnen erzeugte Ideale auseinanderfallen; die Komplement-Charakterisierung konkurriert mit der Quotienten-Charakterisierung.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Ein Primideal ist ein echtes Ideal, das im Quotienten Nullteiler ausschließt und so eine ringtheoretische Verallgemeinerung von Primalität darstellt, die Faktorisierung und geometrische Irreduzibilität bestimmt.