 ##  [Ideal](/de/node/60194) 

 Definition

Eine Teilmenge I eines Rings R, die eine additive Untergruppe ist und abgeschlossen unter Multiplikation mit beliebigen Elementen aus R ist (für alle r ∈ R und x ∈ I liegen rx und xr in I); in kommutativen Ringen heißt das r x ∈ I für jedes r ∈ R und x ∈ I.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Ideale sind algebraische Teilmengen, die unter Addition und unter Multiplikation mit Ringelementen stabil sind, sodass sie als Kerne von Ringhomomorphismen und als Bausteine für Quotientenringe fungieren können.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Im Ring der ganzen Zahlen Z ist 2Z, die Menge der geraden Zahlen, ein Ideal, weil sie unter Addition und Multiplikation mit beliebigen ganzen Zahlen geschlossen ist; im Polynomring k[x] ist das Ideal (x) die Menge der Polynome ohne absoluten Term.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Jede additive Untergruppe eines Rings ohne Überprüfung der Multiplikationsstabilität als Ideal zu bezeichnen oder in nichtkommutativen Ringen nicht zwischen Links-, Rechts- und zweiseitigen Idealen zu unterscheiden.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Ist I ein Ideal von R, so ist R/I ein Ring; Ideale klassifizieren die Kerne von Homomorphismen und beeinflussen Zerlegungs- und Faktorisierungseigenschaften des Rings.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Ein multiplikatives Untermonoid oder ein Teilring, der nicht unter Addition abgeschlossen ist, ist kein Ideal; das Umkehren der Abschlussbedingungen ergibt andere Objekte wie multiplikative Mengen oder Teilringe.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Die Definition schließt Strukturen aus, die nur Untergruppen oder nur multiplikativ abgeschlossene Mengen sind; in nichtkommutativen Ringen muss zwischen links-, rechts- und zweiseitigen Idealen unterschieden werden, und manche Resultate setzen Einselemente voraus.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Die alltägliche Bedeutung von 'Ideal' als vorbildliches Konzept steht im Wettbewerb zur algebraischen Bedeutung als konkretes abgeschlossenes Teilset; ferner gibt es in der nichtkommutativen Situation mehrere nahe liegende technische Bedeutungen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Ein Ideal ist die additive Teilmenge eines Rings, die unter Multiplikation mit Ringelementen gesättigt ist, und bildet so das kanonische Objekt für Quotienten und Kerne von Homomorphismen.